Palais von Hausen, Barockpalais in Lorsch, Deutschland
Das Palais von Hausen ist ein zweistöckiges barockes Stadtpalais, das zwischen 1775 und 1779 in Lorsch errichtet wurde. Die Grundmauern und Seiten bestehen aus Odenwälder Sandstein, der übrige Bau ist Fachwerk unter einem Mansardwalmdach. Zur Straßenseite springt ein dreiachsiger Mittelrisalit mit eigenem Walmdach vor; eine kleine Freitreppe führt zum geschwungenen Sandsteinportal mit Doppeltür, dem ein Schmuckbalkon aufsitzt. Durchgängig sind Sprossenfenster eingebaut.
Der Architekt G. Günther errichtete das Gebäude zwischen 1775 und 1779 für den Oberforstmeister Carl Wolfgang Joseph von Hausen. Von 1868 bis 1920 wurde das Anwesen als Zigarrenfabrik genutzt, bevor es später renoviert wurde.
Der Name erinnert an Carl Wolfgang Joseph von Hausen, der hier als Oberforstmeister tätig war und das Anwesen als Wohnsitz nutzte. Heute dient das Gebäude für Hochzeiten und Tagungen, wobei die historischen Räume ihren repräsentativen Charakter bewahrt haben.
Das renovierte Anwesen dient heute als Veranstaltungsort mit mehreren Räumen, darunter der Freiherrensaal für Hochzeiten. Zwei Salons stehen für geschäftliche Zusammenkünfte zur Verfügung, sodass sich der Ort für unterschiedliche Anlässe eignet.
Im Volksmund heißt das Palais bis heute „die Aula“, nach der Zigarrenfabrik der Familie Auler, die hier von 1868 bis 1921 bestand; der Name geht auf den Fabrikanten Louis Auler und seinen Sohn Ludwig, Landtagsabgeordneter in Hessen, zurück. Seit 2022 nutzt ein Restaurant den Gewölbekeller.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.679 Mitwirkenden weltweit.