Getreidespeicher Gramzow, Getreidespeicher in Gramzow, Deutschland.
Der Speicher Gramzow ist ein zehngeschossiger Stahlbeton-Silo am Ortsrand nahe dem Bahnhof, dessen Silozellen allein 21,50 mal 11 Meter einnehmen. Die glatten Sichtbetonflächen sind im Sockelbereich und an den oberen zwei Stockwerken mit unverputzten Ziegelsteinen verkleidet; der wie ein Treppenturm gestaltete Kopfbau, im Stahlskelett mit Ziegelsteinen ausgemauert, enthält die Technik für Wiegung, Reinigung und Trocknung des Korns. Am oberen Betonrand der mittleren Silozellen stehen erhaben die Buchstaben VEAB.
Zu Beginn der 1950er Jahre entstand neben dem Bahnhof von Gramzow ein zehngeschossiger Silo zur Lagerung von frisch geerntetem Getreide und Raps; als Fertigstellungsjahr nennen Quellen 1953/1954. Die Brandenburger Landesregierung stellte ihn als Industriedenkmal unter Schutz, als Zeugnis der Wirtschaftsgeschichte der DDR und Symbol der Kollektivierung der Landwirtschaft. Nach dem Ende der landwirtschaftlichen Nutzung nach der Wiedervereinigung stand er leer, bis Manuela Busch und Frank Wiemeyer aus Schwedt ihn übernahmen und ab 2016 mit Mitteln von ELER und dem Land Brandenburg schrittweise sanieren ließen.
Seit den 2020er Jahren dient das Gebäude als Kunst- und Kulturort SpeicherART, mit Theater, Konzerten und Ausstellungen zwischen Mai und Oktober. Fünfzehn Ausstellungsflächen mit rund 1800 Quadratmetern verteilen sich auf alle Etagen, Künstler können sich für die saisonale Nutzung bewerben. Die erhabenen Buchstaben VEAB am Betonrand der mittleren Silozellen erinnern an die Volkseigenen Erfassungs- und Aufkaufbetriebe, den Betreiber des Speichers in der DDR-Zeit.
Das Gebäude befindet sich in der Zehnebecker Straße und kann von mehreren Punkten aus beobachtet werden. Die ursprünglichen Bauelemente sind noch sichtbar und bieten Besuchern interessante Einblicke in die alte Konstruktion.
Am oberen Betonrand der mittleren Silozellen sind die Buchstaben VEAB erhaben herausgearbeitet; sie stehen für Volkseigene Erfassungs- und Aufkaufbetriebe, den Betreiber des Speichers in der DDR-Zeit. Das oberste Stockwerk des Kopfbaus dient heute als Aussichtsplattform.
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