Allende-Platz 1, Universitätsgebäude in Rotherbaum, Hamburg, Deutschland.
Allende-Platz 1 ist ein historisches Universitätsgebäude im Stadtteil Rotherbaum in Hamburg, das heute zur Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften gehört. Das Haus im neobarocken Stil zeigt sieben Wandgemälde an seiner Fassade und über dem Haupteingang ein Relief mit Kutschenmotiv aus seiner früheren Nutzung.
Die Firma Schlüter & Söhne ließ das Haus 1908 als Wagenfabrik errichten, in der bis zu 200 Pferde und Kutschen untergebracht werden konnten. Die Universität Hamburg übernahm das Gebäude 1928 und wandelte es in Unterrichts- und Forschungsräume um.
Das Gebäude trägt seit den 1980er Jahren den Namen des chilenischen Präsidenten Salvador Allende und steht für die demokratischen Werte der Universität. Heute arbeiten hier Wissenschaftler der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften an Forschungsprojekten und Lehre.
Der Zugang erfolgt über den Von-Melle-Park im Campusbereich der Universität, der von mehreren Seiten erreichbar ist. Wer die Räume nutzen möchte, sollte beachten, dass die Öffnungszeiten unter der Woche und am Wochenende unterschiedlich sind.
Während des Zweiten Weltkriegs diente das Haus als Schutzraum für jüdische Bewohner der Stadt, während andere Bevölkerungsgruppen den großen Bunker auf der gegenüberliegenden Straßenseite nutzten. Diese Nutzung zeigt die komplexen sozialen Trennungen während der nationalsozialistischen Herrschaft.
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