Schloss Ponitz, Renaissanceschloss in Ponitz, Deutschland
Schloss Ponitz ist ein ehemaliges Wasserschloss in Ponitz im thüringischen Landkreis Altenburger Land. Abraham von Thumbshirn kaufte das Rittergut 1568 und ließ die mittelalterliche Wasserburg bis 1574 im Renaissancestil umbauen. Im Festsaal sind bemalte Kassettendecken aus dem 16. Jahrhundert erhalten.
Schloss Ponitz wurde 1254 erstmals urkundlich erwähnt, als Fridericus de Ponicz bei einer Schenkung als Zeuge genannt wird; hier stand eine mittelalterliche Wasserburg. 1568 kaufte Abraham von Thumbshirn das Rittergut und ließ die Wasserburg bis 1574 im Renaissancestil umbauen. Sein bekanntester Besitzer, Wolfgang Conrad von Thumbshirn, unterzeichnete 1648 für Sachsen-Altenburg den Westfälischen Frieden und wurde 1653 Kanzler. 1945 wurde die Familie Mälzer enteignet, das Gut ging an die Gemeinde über.
Bekannt ist das Schloss für seine bemalten Kassettendecken aus dem 16. Jahrhundert im Festsaal, der nach der Restaurierung im Jahr 2000 wieder eingeweiht wurde. Der Förderverein „Renaissanceschloss Ponitz e.V.“ bemüht sich um Nutzung und Erhalt, und der Saal dient heute Veranstaltungen.
Das Schloss gehört der Gemeinde Ponitz und dient als Veranstaltungsort; der Förderverein "Renaissanceschloss Ponitz e.V." bemüht sich um Nutzung und Erhalt. Der Festsaal wurde 1987 baupolizeilich gesperrt und nach der ab den 1990er Jahren begonnenen Restaurierung im Jahr 2000 wieder eingeweiht. Besucher sollten die bemalten Kassettendecken aus dem 16. Jahrhundert im Festsaal suchen.
Der Keller enthält erhaltene Elemente der ursprünglichen Wasserburg, die unter der Renaissancearchitektur die mittelalterlichen Grundlagen zeigen. Diese verborgenen Schichten erinnern an die längere und komplexere Entwicklung des Ortes.
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