St. Ludwig, Kirchengebäude in Edenkoben, Deutschland
St. Ludwig ist eine neugotische Hallenkirche rheinischer Prägung, errichtet 1888 bis 1890 aus hellem sandfarbenem Stein nach Plänen von Ferdinand Bernatz aus Speyer. Ein hoher Westturm mit spitzem Helm und Uhr steht neben einem steilen, dunklen Schieferdach, das sich über der Vierung zu einem kleineren Helm mit offener Laterne erhebt. Im Inneren führen fünf Joche mit Spitzbögen und Rippengewölben zu einem fünfseitigen Chor; der Hochaltar ist ein hölzernes Retabel mit Kreuzigungsgruppe, an den Pfeilern stehen Statuen der zwölf Apostel.
St. Ludwig wurde 1888–1890 erbaut, weil die alte Nepomukkirche für die wachsende katholische Gemeinde Edenkobens zu klein geworden war. Eine vom Staat genehmigte Kirchenlotterie erbrachte 200.000 Mark, der bayerische König Ludwig I. stiftete 4.000 Gulden als Anschubfinanzierung. Der Speyrer Architekt Ferdinand Bernatz erstellte die endgültigen Pläne, Wilhelm Schulte sen. leitete die örtliche Bauaufsicht, und Bischof Joseph von Ehrler konsekrierte die Kirche am 24. August 1890.
Die Kirche ist dem heiligen Ludwig geweiht, ihrem Patron. Der Hochaltar ist ein hölzernes Retabel über steinernem Stipes, bekrönt von einer Kreuzigungsgruppe, mit Reliefs der Geburt Christi und des Abendmahls. Der Bildhauer August Schmiemann schuf die Zwölf Apostel an den Pfeilern, das Triumphkreuz und die vierzehn Kreuzwegstationen.
Die Kirche steht im Zentrum von Edenkoben, nahe der alten Nepomukkirche. Sie ist für Besucher zugänglich und bietet die Möglichkeit, die Architektur von innen zu betrachten sowie an Gottesdiensten teilzunehmen. Es ist hilfreich, die Öffnungszeiten im Voraus zu überprüfen, da diese je nach Veranstaltungen variieren können.
Die Kirche hat den größten Teil ihrer ursprünglichen neugotischen Ausstattung behalten. Der Bildhauer August Schmiemann aus Münster schuf die Zwölf Apostel an den Pfeilern, das Triumphkreuz im Chorbogen und die vierzehn geschnitzten Kreuzwegstationen. Die 1890 von Heinrich Voit & Söhne aus Durlach gelieferte Orgel wurde 1990 von Gerhard Kuhn mit 29 Registern auf drei Manualen und Pedal in das bestehende Gehäuse eingebaut.
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