Wallburg Dedenhausen, Mittelalterliche Wallburg in Uetze, Deutschland.
Wallburg Dedenhausen ist ein mittelalterliches Ringwall in Uetze, das auf der westlichen Seite des Dorfes Dedenhausen nahe der Fuhse-Aue liegt. Das Bauwerk hat einen kreisförmigen Grundriss mit etwa 100 Metern Durchmesser, und von der ursprünglichen Wallanlage ist noch ein 80 Meter langer Abschnitt mit einer Höhe von etwa zwei Metern erhalten.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1508, als der Ort im Besitz der Herren von Bortfeld war. Später ging die Anlage in den Besitz der Herren von Wense über, bevor lokale Bauern sie 1848 erwarben.
Im Inneren der Befestigung stand eine Kapelle, die zuerst 1301 erwähnt wurde und deren Funktion später die Kirche St. Urban übernahm. Diese religiöse Nutzung zeigt, wie wichtig der Ort für die Gemeinde war.
Der Ort ist leicht zugänglich und liegt in unmittelbarer Nähe des Dorfes, weshalb ein Besuch auf eigene Faust möglich ist. Die erhaltene Wallanlage kann gut zu Fuß erkundet werden, besonders wenn man von Osten ankommt, da sich hier der historische Eingang befand.
Bei Ausgrabungen 1959 entdeckten Forscher die Überreste eines Flechtwerk-Weges, der einen Meter unter der Bodenoberfläche lag und in das Innere der Wallanlage führte. Dieser Fund zeigt, dass das Innere einmal bewusst mit einer stabilen Wegeinfrastruktur ausgestattet war.
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