Hofsynagoge Detmold, Historische Synagoge in Detmold, Deutschland
Das Courtyard-Synagogengebäude ist ein Fachwerkhaus an der Bruchmauerstraße 37, das sich über zwei Geschosse erstreckt und mit seinem geneigten Dach in die Architektur der Stadt passt. Der kompakte Innenhof-Grundriss schuf einen intimen Versammlungsort für religiöse und gemeinschaftliche Zwecke.
Das Gebäude entstand 1633 und wurde später von der jüdischen Gemeinde als Versammlungsort genutzt, nachdem es vom Musiker Julius Hardewig Spangenberg gemietet wurde. Der Ort blieb über Jahrhunderte ein wichtiger Treffpunkt, bis sich die Bedingungen für die Gemeinde veränderten.
Der Ort war lange Zeit ein Treffpunkt für die jüdische Gemeinde und zeigt, wie Gemeinden in engen Innenhöfen zusammenkamen. Die Bauweise mit Fachwerk war typisch für die Gegend und machte den Raum trotz seiner Enge gemütlich.
Der Zugang zum Gebäude ist begrenzt, da das Denkmal derzeit unter Schutz steht und Sanierungsarbeiten anstehen. Besucher sollten sich vorher informieren, welche Bereiche zugänglich sind und wie man das Gebäude von außen am besten betrachten kann.
Wissenschaftler haben durch Baumringanalysen genau nachgewiesen, dass das Holz des Dachstuhls aus dem Jahr 1633 stammt. Dies machte es zum ältesten erhaltenen Synagogengebäude der Stadt und zur seltenen Dokumentation einer frühen Hofsynagoge in Nordwestdeutschland.
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