Grab des Detlev von Liliencron, Literarisches Grab auf dem Rahlstedter Friedhof, Deutschland
Das Grab von Detlev von Liliencron ist eine Grabstätte im Hamburger Stadtteil Rahlstedt mit einer Sandsteinplastik einer Rosenstreu endes Mädchens von Richard Luksch. Vier steinerne Pfeiler und ein Eisengitter grenzen den rechteckigen Bereich ein, an dessen Nord- und Südseiten sich gemauerte Sitzbänke befinden.
Der norddeutsche Lyriker starb im Juli 1909 nach jahrelangem Aufenthalt im damaligen Dorf Alt-Rahlstedt und wurde dort beigesetzt. Die plastische Gestaltung des Grabmals entstand im Jahr darauf durch den Wiener Bildhauer, der in Hamburg tätig war.
Der Name des Dichters lebt in einer Bibliothek und mehreren Straßen im Stadtgebiet fort, während sein Grabmal zu einem Ort für Literaturfreunde geworden ist. Das Rosenmotiv der Skulptur nimmt Bezug auf seine letzten Verse, in denen er sich Blumen auf seinem Ruheplatz wünschte.
Der Friedhof liegt nordöstlich der Hamburger Innenstadt und ist zu Fuß gut zu erreichen, sobald man den Haupteingang passiert hat. Die beiden Bänke bieten Gelegenheit, sich einen Moment niederzulassen und die Umgebung zu betrachten.
In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg diente das Abbild des Denkmals als Motiv für Notgeldscheine, die eine örtliche Kulturvereinigung herausgab. Alte Ansichtskarten zeigen die Anlage in ihrer ursprünglichen Gestaltung mit dichterem Bewuchs als heute.
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