St. Bonifatius, Katholische Kirche in Hessisch Oldendorf, Deutschland
St. Bonifatius ist eine katholische Kirche an der Schilfstraße 18 in Hessisch Oldendorf, 1950 nach Plänen von Fritz Schaller erbaut. Ein hoher, quadratischer weißer Turm mit steilem braunem Pyramidendach und Kreuz steht neben einem langen, weiß verputzten Kirchenschiff mit dunkelbraunem Ziegeldach und einem kleinen gewölbten Portalvorbau. Der Innenraum ist weiß gehalten, mit einem Kruzifix über dem Altar und 14 Kreuzwegstationen an den Seitenwänden.
Die Kirche entstand 1950 nach der Gründung einer katholischen Gemeinde 1944 durch vertriebene Menschen während des Zweiten Weltkriegs. Der Bau vollzog sich in einer Zeit, in der sich die Region durch Flucht und Vertreibung demografisch veränderte.
Die Kirche ist ein Ort, an dem sich Gemeindeglieder zu regelmäßigen Gottesdiensten und Festen treffen. Das Karnevalsfest Boni-Max zeigt, wie die lokale katholische Gemeinschaft ihre eigenen Traditionen lebt und pflegt.
Die Kirche steht an der Schilfstraße 18, nicht 18a; das benachbarte Pfarrhaus hat die Nummer 16. Sie ist eine Filialkirche der Pfarrei St. Sturmius in Rinteln, im Dekanat Weserbergland des Bistums Hildesheim. Der Zugang erfolgt über ein überdachtes Portal an der Nordseite.
Im Erdgeschoss des freistehenden Glockenturms öffnet sich ein Gedenkort mit einer Reihe von Gedenktafeln. Sie erinnern an die Verstorbenen aus Knispel, Tschirmkau, Zauchwitz und Zinnatal in Oberschlesien, die im Zweiten Weltkrieg, auf der Flucht oder in polnischen und sowjetischen Lagern umkamen. Eine Tafel gilt auch dem Erbauer der Kirche, Pfarrer Max Czerwensky.
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