Atombunker Lüdersen, Atombunker in Lüdersen, Deutschland.
Der Lüdersener Atombunker ist eine unterirdische militärische Schutzanlage in Springe, die während des Kalten Krieges als Kommunikationszentrum diente. Die Einrichtung liegt unter Ackerland versteckt und besteht aus langen, schmalen Gängen, die zu kleinen Arbeitsräumen mit niedrigen Decken führen.
Die Bundeswehr errichtete das Bauwerk Mitte der 1960er Jahre als Teil der militärischen Infrastruktur für den Verteidigungsfall. Nach Jahrzehnten als geheimer Stützpunkt wurde die Anlage in den 2000er Jahren außer Dienst gestellt und für zivile Zwecke umgewidmet.
Der Name leitet sich vom nahegelegenen Dorf ab und zeigt die unauffällige Integration der Anlage in die ländliche Umgebung während des Kalten Krieges. Heute können Besucher bei Führungen die kahlen Gänge und funktionalen Räume sehen, die ohne jede Dekoration auskamen.
Der Zugang erfolgt nur im Rahmen von Führungen, die im Voraus gebucht werden müssen, da das Gelände privat genutzt wird. Die Temperatur im Inneren bleibt das ganze Jahr über kühl, daher empfiehlt sich warme Kleidung auch im Sommer.
Die ursprünglichen Luftfilter sind noch vorhanden und zeigen die technische Komplexität der Schutzmaßnahmen gegen radioaktive Strahlung. Einige Räume behalten ihre originalen Tarnfarben an den Wänden, die den militärischen Charakter der Anlage unterstreichen.
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