Lange Lene, Wohnkomplex in Probstheida, Leipzig, Deutschland
Die Lange Lene ist ein langgestreckter Wohnkomplex in Probstheida mit zehn Stockwerken und vier Eingängen, der sich über mehr als dreihundert Meter erstreckt. Die knapp achthundert Wohnungen sind entlang eines zentralen Gangsystems organisiert, das die einzelnen Etagen miteinander verbindet.
Der Komplex wurde zwischen 1966 und 1968 vom Leipziger Baukombinat aus vorgefertigten Betonteilen errichtet, um schnell bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Diese Bauweise spiegelte die sozialistische Wohnungspolitik der DDR wider und prägte den städtischen Rand von Leipzig nachhaltig.
Der Wohnkomplex trägt den Namen der sächsischen Mundartdichterin Lene Voigt und dient heute mehreren Generationen von Leipzigern als Zuhause. Viele ältere Bewohner leben seit den ersten Jahren hier und prägen das Miteinander entlang der langen Flure.
Der Bau ist von außen gut sichtbar und kann entlang seiner gesamten Länge zu Fuß umrundet werden, wobei die Eingangsbereiche öffentlich zugänglich sind. Die Wohnanlage liegt in einem ruhigen Viertel mit ausreichend Grünflächen und direkter Anbindung an städtische Wege.
Mit über dreihundert Metern Länge gilt das Gebäude als längstes Wohnhaus Mitteldeutschlands und längstes Plattenbau-Korridorhaus der ehemaligen DDR. Die durchgehenden Flure ermöglichen es, das Gebäude innen von einem Ende zum anderen zu durchqueren, ohne es verlassen zu müssen.
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