Hügelgräber von Gävernitz, Bronzezeitliche Grabhügel in Gävernitz, Deutschland
Der Archäologiepark Gävernitz ist eine Freiluftanlage in Priestewitz, Deutschland, die zwei rekonstruierte Grabhügel aus der späten Bronzezeit präsentiert. Der größere der beiden Hügel misst etwa 14 Meter im Durchmesser und wurde anhand archäologischer Befunde nachgebaut, um die ursprüngliche Form und Struktur solcher Bestattungsplätze zu zeigen.
Die Hügel kamen 1928 ans Licht, als ein Motorpflug beim Ackern auf alte Überreste stieß und Archäologen zur Untersuchung riefen. Bereits 1930 entstand hier das erste archäologische Freilichtmuseum Sachsens, das während der ersten Grabungen zahlreiche Besucher anzog.
Der Park trägt seinen Namen nach der Gemeinde Gävernitz und zeigt anschaulich, wie Menschen vor mehr als 3000 Jahren ihre Toten ehrten. Besucher können die nachgebauten Hügel betreten und nachvollziehen, welche Bedeutung solche Grabstätten für damalige Gemeinschaften hatten, die ihre Anführer oder wichtigen Personen hier bestatteten.
Der Park wurde im Juni 2022 nach einer Erneuerung wiedereröffnet und bietet nun Infotafeln, die den Besuch verständlicher machen. Die Anlage liegt in ländlicher Umgebung und lässt sich gut zu Fuß erkunden, wobei festes Schuhwerk bei feuchtem Wetter hilfreich ist.
Die Fundstücke aus den Hügeln deuten darauf hin, dass hier Angehörige der Lausitzer Kultur bestattet wurden, einer Gruppe, die weite Teile Mitteleuropas prägte. Ihre Bestattungsbräuche und Keramik lassen sich an vielen Orten der Region wiederfinden, doch nur wenige Orte zeigen die Gräber so zugänglich wie dieser Park.
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