Abschnittswall Erdener Burgberg, Deutscher Promontoriumfort in Erden, Deutschland.
Der Abschnittswall Erdener Burgberg ist eine keltische Befestigung auf einer Bergkuppe über der Mosel gegenüber von Erden. Nur die Nordseite ist durch ein Wallsystem geschützt, während die 300 m lange Südseite von einem Steilhang mit schroffen Felswänden begrenzt wird. Die umschlossene Fläche beträgt etwa 307 Ar bei 230 m Länge und 125 m Breite.
Um 150 v. Chr. errichteten die keltischen Treverer, deren Höfe im Alftal und an den Moselufern lagen, den Wall wohl als Fliehburg und nicht als Dauersiedlung. Die Ausgrabungen des Rheinischen Landesmuseums Trier von 1975 erbrachten außer Pfostenlöchern keine Hinweise auf eine innere Bebauung. Nach der römischen Eroberung zwischen 58 und 51 v. Chr. wurde die Anlage nutzlos.
Die Anlage ist nach der Burgbergkuppe über Erden benannt; erbaut wurde sie von keltischen Treverern, deren Höfe im Alftal und an den Moselufern lagen. Paul Steiner nannte sie 1933 in der Trierischen Landeszeitung vom 4. März „Eine vergessene Moselburg bei Erden“. 1975 folgten die Ausgrabungen des Rheinischen Landesmuseums Trier.
Der Ort ist das ganze Jahr über zugänglich und liegt in einer Wanderlandschaft mit vielen Pfaden durch die Moselregion. Eine gute Ausrüstung und festes Schuhwerk sind ratsam, da das Gelände uneben und teilweise steil ist.
Im als Schnitt I dokumentierten Abschnitt wurde eine 5,10 m breite Trockenmauer aus Schiefer freigelegt, deren 1 m breite Außenschale 15 cm breite Aussparungen von vermoderten Holzpfosten aufwies – der Beleg für eine Pfostenschlitzmauer. Vor dem Wall verlief ein 4 m breiter Graben von 1,20 m Tiefe.
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