Günderothscher Hof/ Scheershof, Gebäudekomplex in Schleswig; ab 1633/34; vierseitig bebautes Anwesen urspr. mit den Privilegien eines adeligen Hofes, in der Tiefe der dominierende Hauptbau, 1634 als herzogliches Gästehaus errichtet, heute Stadtmuseum
Der Günderothscher Hof ist ein altes Haus in Schleswig, das aus mehreren Gebäudeteilen besteht und heute Räume für das Stadtmuseum bietet. Die Räume zeigen Gegenstände und Dokumente aus verschiedenen Zeiten der Stadtgeschichte, angefangen von der Wikingerzeit bis in die Neuzeit.
Das Haus wurde im 17. Jahrhundert wahrscheinlich als Palast für Herzog Friedrich III. erbaut und diente der Unterbringung von hohen Gästen. Im Laufe der Zeit wandelte sich seine Verwendung und es wurde später in ein Stadtmuseum umgewandelt, das heute die Geschichte Schleswigs prägt.
Der Günderothscher Hof war ein Ort für Begegnungen mit fremden Gästen, was die historische Offenheit der Region gegenüber anderen Kulturen zeigt. Das Gebäude erinnert daran, wie Schleswig einmal als Treffpunkt für wichtige Menschen fungierte und welche Rolle es in der Vernetzung der Region spielte.
Das Gebäude befindet sich in zentraler Lage in Schleswig und ist leicht zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Auto erreichbar. Besucher finden dort das Stadtmuseum mit Toiletten, eine Touristeninformation und ein Spielzeugmuseum unter anderem mit einer Ausstellung zu Teddybären.
Nach lokalen Überlieferungen soll hier einmal ein persischer Gesandter zu Gast gewesen sein, was zeigt, wie weit die Verbindungen dieser Hafenstadt einst reichten. Diese ungewöhnliche Begegnung unterstreicht die Bedeutung Schleswigs als Handels- und Diplomatiezentrum.
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