Kolonie Kleinwelka, Religiöse Siedlung in Kleinwelka, Deutschland.
Kolonie Kleinwelka ist eine Siedlungsanlage der Herrnhuter Brüdergemeine in Kleinwelka, Deutschland, mit 32 denkmalgeschützten Gebäuden und einem Friedhof mit flachen Sandsteingrabplatten in gleichmäßigen Reihen. Die Anlage umfasst Wohnhäuser, einen Betsaal, einen Schulbau und Werkstätten, die ihren ursprünglichen Charakter weitgehend bewahrt haben.
Die Siedlung wurde 1751 von der Herrnhuter Brüdergemeine auf dem Gelände eines früheren sorbischen Gutshofes gegründet. Sie entwickelte sich zu einer eigenständigen Gemeinschaft mit eigenen Handwerksbetrieben und religiösen Einrichtungen.
Der Betsaal zeigt, wie das tägliche Leben der Herrnhuter Brüdergemeine um gemeinsames Gebet und Andacht organisiert war. Besucher können heute noch beobachten, wie dieser Raum als Mittelpunkt der Gemeinschaft diente.
Die Anlage lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die Gebäude nah beieinander liegen und der Friedhof direkt angrenzend ist. Tageslicht ist empfehlenswert, um die Baudetails und die Anordnung der Grabsteine gut erkennen zu können.
Die Glockengießerei von Friedrich Gruhl, die 1803 in der Siedlung gegründet wurde, fertigte über 1700 Glocken für Kirchen in ganz Europa. Damit wurde dieser kleine Ort zu einem bekannten Lieferanten für Kirchenglocken weit über die Region hinaus.
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