Villa Oberhummer, Denkmalgeschützte Villa im Stadtteil Thalkirchen, München, Deutschland
Villa Oberhummer ist ein Herrenhaus in der Heilmannstraße 25 im Stadtteil Thalkirchen mit einer zweistöckigen Eingangshalle, Kamin, Kachelofen, großem Speisezimmer und angeschlossener Bibliothek. Der Bau verbindet großzügige Wohnräume mit einer durchdachten inneren Anordnung.
Gustav Schellenberger, ein Neffe des Koloniegründers Jakob Heilmann, erbaute die Villa 1901 im englischen Landhausstil. Schellenberger bewohnte das Obergeschoss, während Heilmann & Littmann im Erdgeschoss ein Baubüro für die Villenkolonie einrichteten. 1903 erwarben Josephine Oberhummer, eine Tochter Jakob Heilmanns, und ihr Mann Roman Oberhummer, Inhaber des Textilhauses Roman Mayr, Haus und Grundstück auf dem Isarhochufer.
Ihren Namen trägt die Villa nach Josephine Oberhummer, einer Tochter des Koloniegründers Jakob Heilmann, die sie 1903 mit ihrem Mann Roman Oberhummer erwarb, dem Inhaber des Textilhauses Roman Mayr. Die zweigeschossige Diele mit Kamin und Kachelofen, das Speisezimmer und die Bibliothek dienten der Repräsentation nach englischem Vorbild.
Die Villa ist seit 1981–85 in vier Wohnungen aufgeteilt und wird privat bewohnt; das Innere ist nicht zugänglich, das Äußere ist von der Heilmannstraße aus zu sehen. Die Anbauten von 1910 (Küche im Norden, Speisezimmer im Osten) und die einstigen Wirtschaftsgebäude, heute Stadtvillen, rahmen den alten Kern.
Die Gartengestaltung als Sonnen- und Schattengarten entwarf Karl Foerster aus Potsdam. Eine Wandelhalle, die am Hangrand mit einem Teepavillon verbunden war und 1910 von Campbell & Drach entworfen wurde, brannte am 14. September 1943 nach einem Brandbombentreffer aus.
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