Villa Rücker, Landhaus in Hamm, Hamburg, Deutschland
Das Landhaus Rücker war ein Herrenhaus in Hamburg-Mitte, das von 1828 bis 1832 erbaut wurde und mit neoklassizistischem Design geprägt war, insbesondere durch abgerundete Bögen und detaillierte Innenausstattungen. Die Räume waren großzügig dimensioniert und mit aufwendigen Wanddekorationen, Stuckaturen und hochwertigen Materialien ausgestattet.
Der Kaufmann Johann Hinrich Rücker d. J. ließ 1828 ein vorhandenes Landhaus abreißen und durch einen klassizistischen Neubau des dänischen Architekten Axel Bundsen ersetzen, der 1832 fertiggestellt wurde. Nachdem Rücker 1837 kinderlos gestorben war, ging das Anwesen 1838 an den Teemakler Christian Jacob Johns und später an dessen Schwiegersohn August Heinrich Brauß über. 1909 wurde das Haus abgerissen.
Die Innenelemente wie Wandpaneele, Tapeten und Stuckarbeiten zeigen, wie wohlhabende Hamburger Kaufleute ihre Häuser im 19. Jahrhundert einrichteten und welche Handwerkstechniken dabei verwendet wurden. Diese Ausstattungen spiegeln den Geschmack und die Lebensweise der Hansestadt wider.
Die Innenausstattung wurde vor dem Abriss sorgfältig ausgebaut und dokumentiert, ist aber derzeit im Hamburger Geschichtsmuseum eingelagert. Die Restaurierungsarbeiten sollen 2025 abgeschlossen sein, wonach die Elemente wieder zugänglich gemacht werden könnten.
Fritz Schumacher wollte die Räume der Villa im zweiten Obergeschoss des Museums einbauen; die Südfassade des Gebäudes mit ihren Rundbögen entspricht exakt dem Grundriss der Villa. Zum Einbau kam es nie, stattdessen betrieb Walter Hävernick nach dem Krieg den Einbau einer Modelleisenbahnanlage.
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