Lengenfelder Viadukt, Eisenbahnviadukt in Südeichsfeld, Deutschland.
Das Lengenfelder Viadukt ist ein steinerner Eisenbahnviadukt in Südeichsfeld, das sich über 244 Meter durch das Friedatal erstreckt. Acht Öffnungen werden von sieben Pfeilern aus lokalem Kalkstein getragen, die das gesamte Bauwerk tragen.
Das Viadukt entstand zwischen 1877 und 1879 und wurde 1880 als Teil der Eisenbahnstrecke von Berlin nach Metz in Betrieb genommen. Es war ein bedeutendes Bauprojekt der Zeit und ermöglichte die Querung des Friedetals für den Eisenbahnverkehr.
Die Struktur wird heute als Teil des Eichsfeld-Hainich-Werratal-Naturparks wahrgenommen und verbindet die Region auf sichtbare Weise. Besucher können das Bauwerk aus verschiedenen Blickwinkeln erleben und dabei die Landschaft durchqueren, durch die es führt.
Das Viadukt ist heute über die Draisinen-Gleisbahn der Eichsfelder Eisenbahn-Vereinigung zugänglich, auf der Besucher die Struktur mit pedalangetriebenen Eisenbahnfahrzeugen erkunden können. Die Nutzung erfolgt saisonal und bietet eine unmittelbare Erfahrung des Bauwerks aus der Perspektive einer Bahnfahrt.
Im April 1945 verhinderte Bürgermeister Franz Müller die Zerstörung des Viadukts durch Wehrmacht-Truppen, während ein benachbartes Brückenbauwerk abgerissen wurde. Die Rettung des Bauwerks in den letzten Kriegstagen machte es zu einem bemerkenswerten Überbleibsel dieser Zeit.
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