Markgraf-Ludwig-Wilhelm-von-Baden-Kaserne, Militärkaserne in Achern, Deutschland
Die Markgraf-Ludwig-Wilhelm-von-Baden-Kaserne war eine militärische Anlage in Achern mit mehreren Gebäuden, Übungsplätzen und offenen Flächen für Ausbildung und Versorgung. Die Bauten reichten von einfachen Holzbaracken der frühen Jahre bis zu massiven Betongebäuden aus den 1960er Jahren.
Die Kaserne wurde 1961 erbaut und diente zunächst der Bundeswehr bis 1993, danach nutzte die französische Armee das Gelände bis 1999. Nach der Schließung wurden die alten Militärgebäude Anfang der 2000er Jahre abgerissen und das Areal in ein Gewerbegebiet umgewandelt.
Die Anlage trägt den Namen Türkenlouis, wie Ludwig Wilhelm von Baden-Baden im Volksmund genannt wurde, und erinnert an seine militärischen Erfolge im 17. Jahrhundert. Dieser Bezug zur Geschichte wurde 1968 offiziell eingeführt und verband die Kaserne mit regionalen Traditionen und Erinnerungen.
Das Gelände liegt am Rand von Achern in einem Gewerbegebiet und ist heute Teil eines Industrieparks mit Logistikzentren und Büros. Die Umgebung ist ruhig und nur mit dem Auto gut erreichbar, öffentliche Besichtigungen finden nicht statt.
In den 1970er und 1980er Jahren plante der Bundesnachrichtendienst, Teile der Kaserne als geheimen Ausweichsitz im Kriegsfall zu nutzen. Diese Pläne blieben geheim und wurden nach dem Ende des Kalten Krieges nicht umgesetzt.
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