St. Trinitatis, Denkmalkirche in Steuden, Deutschland.
St. Trinitatis ist ein einschiffiger Saalbau aus Bruchstein in Steuden mit dreiseitigem Ostabschluss und einem westlich angefügten Querturm, der ein Satteldach mit Dachreiter trägt. Die Fenster des Kirchenschiffs sind schlank und spitzbogig. Im Inneren überspannt eine flache Holzbalkendecke den Raum, den eine doppelgeschossige, hufeisenförmige Empore umfasst.
Das Gotteshaus wurde ursprünglich im 11. Jahrhundert dem heiligen Mauritius geweiht und durchlief größere Renovierungen in den Jahren 1697 und 1741. Während dieser Umgestaltungen erhielt die Kirche ihre heutige Innenausstattung, die bis heute das Erscheinungsbild prägt.
Die Kirche wurde im 11. Jahrhundert als St. Mauritius gegründet; diese Widmung erscheint bis heute in Bezügen, teils als St. Moritz, offiziell heißt sie jedoch St. Trinitatis. Im Inneren zeigt der Kanzelaltar von 1741 Akanthus- und Bandelwerk mit drei Christusfiguren, zwei Putti neben der bekrönenden Figur sowie im Chor schlichte Ältestengestühle und eine vergitterte Loge.
Die Kirche steht in Steuden, einem Ortsteil von Teutschenthal, und ist im Denkmalverzeichnis unter der Nummer 094 55346 erfasst; die Pfarrstelle gehört zum Kirchenkreis Halle-Saalkreis der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Der Zugang richtet sich nach Absprachen der Pfarrstelle und nicht nach festen Tageszeiten, daher vor dem Besuch das Pfarramt Teutschenthal kontaktieren. Die Sanierung von 1998 erneuerte die Bausubstanz.
Die älteste der vier Glocken stammt von 1336 und wurde von einem unbekannten Gießer geschaffen; eine Datierung war zu dieser frühen Zeit unüblich. 1924 ersetzten drei Eisenglocken von Schilling & Lattermann die im Ersten Weltkrieg abgegebenen Glocken, seit 1961 läuten sie elektrisch. Die kleine Glocke hängt an einem geraden Holzjoch.
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