Ernst-Grote-Haus, Denkmalgeschütztes Gebäude im Stadtteil Mitte, Hannover, Deutschland
Das Ernst-Grote-Haus ist ein dreigeschossiger Ziegelbau mit Werksteinrahmungen auf L-förmigem Grundriss, über dem sich ein hohes Dach mit sechsstufigem Treppengiebel erhebt. Die groß dimensionierten Fenster und schmalen Fensterbänder im Giebelfeld zeigen Einflüsse des Neuen Bauens, während das Bogenportal das Familienwappen des Gründers und zwei 1935 geschaffene lebensgroße Kaufmannsfiguren trägt.
Der Architekt Adolf Springer entwarf das Gebäude 1935 als Bürohaus für die Kaffeehandelsfirma Ernst Grote. Nach Kriegsschäden wurde es 1949 wiederhergestellt und prägt seither das Stadtbild.
Das Relief des Portals zeigt das Familienwappen des Firmengründers, gerahmt von zwei lebensgroßen Kaufmannsfiguren, die Berthold Stölzer 1935 schuf. Der Bildhauer Friedrich Buhmann schnitzte die Knaggen und Füllbretter an den Holzbalken, erstmals 1935 ausgeführt. Nach den Kriegsschäden stellte Ludwig Vierthaler das Werksteinportal nach Stölzers Vorlage wieder her und ergänzte Waage, Schiff und die Jahreszahlen 1873, 1936 und 1946.
Das Gebäude liegt an der Breite Straße und ist leicht zu Fuß erreichbar, wenn man die rote Linie folgt, die wichtige Orte der Stadt verbindet. Der Ort lädt zu entspannten Spaziergängen ein, bei denen man die Details der Fassade in aller Ruhe betrachten kann.
Eine Inschrift auf der Fassade erinnert an das innere Aegidien Tor, das einst an dieser Stelle stand und Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung war. Dieses frühere Tor wurde 1748 abgerissen und ist heute nur noch durch diese Markierung sichtbar.
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