St. Maximi, Protestantische Kirche in Merseburg, Deutschland.
St. Maximi ist eine spätgotische Hallenkirche aus hellem Werkstein in Merseburg, 1432 bis 1501 als dreischiffige, vierjochige Anlage mit Strebepfeilern errichtet. 1485 kam ein kurzer Chor in der Breite des Mittelschiffs hinzu. Der romanische Westturm wurde 1867–1872 durch einen hohen neugotischen Turm nach Entwurf Friedrich August Stülers ersetzt, mit Eckstrebepfeilern, oktogonalem Wimperggeschoss und steiler Werksteinspitze.
Die im 10. Jahrhundert gegründete und 1247 erstmals urkundlich erwähnte Kirche wurde zwischen 1432 und 1501 als dreischiffige Hallenkirche neu erbaut; der kurze Chor trägt die Inschrift 1485, die Kreuzrippengewölbe wurden 1494–1501 eingezogen. Der romanische, aus der Achse des Langhauses verschobene Westturm wurde 1867–1872 durch einen hohen neugotischen Turm nach einem Entwurf von Friedrich August Stüler ersetzt, wobei das Langhaus um ein Joch nach Westen verlängert wurde. Restaurierungen folgten 1867–1876, 1901 und 1972/1973.
Das Patrozinium verweist auf Maximus von Alexandria, ein seltenes Patrozinium. 1972 wurden Kanzel und Altar entfernt und durch einen Schnitzaltar aus der Sixtikirche ersetzt, der im Schrein die Madonna mit den Heiligen Katharina und Johannes dem Evangelisten zeigt, auf den Flügeln acht weibliche Heilige. Die Orgel von Friedrich Gerhardt aus dem Jahr 1876 hat 47 Register auf drei Manualen und Pedal und wurde 2015 bis 2020 durch Christian Scheffler restauriert.
Das im 19. Jahrhundert vermauerte Südportal wurde 1998 wieder geöffnet und dient als Eingang; beim Turmneubau wurde das Langhaus um ein Joch nach Westen verlängert. Im Inneren stammt das erste östliche Pfeilerpaar vom Vorgängerbau, die folgenden achteckigen Pfeiler tragen in Kämpferhöhe Maskenköpfe. Die Orgel von Friedrich Gerhardt (1876, 47 Register) wurde 2015 bis 2020 durch Christian Scheffler restauriert.
Das Patrozinium der Kirche gilt dem heiligen Maximus von Alexandria, eine in Deutschland seltene Widmung. Im Inneren sind zwei Maskenkonsolen seitlich des 1998 wieder geöffneten Südportals aus der Mitte des 15. Jahrhunderts zu sehen, ebenso Maskenköpfe an den Kämpfern der achteckigen Pfeiler. Die Orgel von Friedrich Gerhardt aus dem Jahr 1876 mit 47 Registern auf drei Manualen und Pedal wurde 2015 bis 2020 durch Christian Scheffler restauriert.
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