Rotismühle, Wassermühle in Leutkirch im Allgäu, Deutschland.
Die Rotismühle ist eine ehemalige Burgmühle im Weiler Rotis von Leutkirch im Allgäu, erstmals 1414 urkundlich erwähnt. Vier Wasserräder trieben einst eine Mahlmühle und ein Sägewerk; 1924/25 ersetzte Anton Bertele sie durch zwei Francis-Turbinen, von denen 1950 eine durch eine Ossberger-Turbine ersetzt wurde. Die Nordwand des Krafthauses ließ Otl Aicher 1982 nach seinen Plänen verglasen, und anstelle des Sägewerks entstand ein Wohnhaus mit den Maßen 20 auf 10 Meter.
1414 erstmals urkundlich als Burgmühle in Rotis erwähnt, mahlte die Rotismühle mit vier Wasserrädern Getreide und betrieb bis in die 1920er Jahre ein Sägewerk. 1924/25 ersetzte der Müller Anton Bertele die Räder durch zwei Francis-Turbinen, gespeist über einen 150 Meter langen Triebwerkskanal von der Hofser Ach; 1950 wurde eine davon durch eine Ossberger-Turbine ersetzt. 1960 wurde der Mahlbetrieb abgemeldet, 1970 das Sägewerk stillgelegt. 1971 erwarben Otl und Inge Aicher-Scholl das Anwesen; von 1984 bis 1991 befand sich dort das Rotis Institut für analoge Studien.
Der Name Rotis stammt vom Weiler, und die Mühle gab der Schrift „Rotis“ von Otl Aicher ihren Namen, die 1988 entstand, als er hier sein Büro führte. Aicher und Inge Aicher-Scholl erwarben das Anwesen 1971; aus dem „büro aicher“ wurde das „rotis büro“, scherzhaft „autonome republik rotis“ genannt. Von 1984 bis 1991 lehrte das Rotis Institut für analoge Studien hier visuelle Identität.
Das Gelände ist Privateigentum, der Besuch hängt daher von der Zustimmung der Eigentümer ab; das Krafthaus ist vor allem von außen entlang der Hofser Ach zu sehen. Zu Fuß lassen sich der 150 Meter lange Triebwerkskanal, die Wehre und die beiden Turbinen verfolgen. Starkregen 2010, 2015 und 2016 beschädigte die Flussbauwerke, weshalb Wege am Wasser beeinträchtigt sein können.
1960 wurde der Mahlbetrieb abgemeldet, 1970 das Sägewerk stillgelegt; seit 1924/25 erzeugen zwei Francis-Turbinen, eine davon 1950 durch eine Ossberger-Turbine ersetzt, Strom aus der Hofser Ach. Bis 1994 lief die Anlage als Inselbetrieb ohne öffentliches Netz. Otl Aicher, der das Anwesen 1971 erwarb, benannte seine Schrift „Rotis“ danach.
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