Pfarrkirche Täbingen, Evangelische Kirche in Täbingen, Rosenfeld, Deutschland
Die Karsthans-Kirche in Täbingen ist eine rechteckige Emporenkirche, die 1834/1835 im spätklassizistischen Stil errichtet wurde, mit einem tonnengewölbten Schiff auf hohen Holzsäulen mit ägyptisierenden Kapitellen und einer hufeisenförmigen Empore. Der mittelalterliche Turm an der Nordseite bewahrt alemannisches Fachwerk des 15. Jahrhunderts und zwei große Turmuhren. Die cremefarbene Ostfassade hat einen Dreiecksgiebel, ein Rundbogenfenster und eine von Pilastern gerahmte Tür.
Bereits im 8./9. Jahrhundert stand auf dem Gelände des Freihofs des Klosters St. Georgen eine Holzkapelle; im 11. Jahrhundert wurde sie durch eine romanische Chorturmkirche mit dem Patrozinium des heiligen Blasius ersetzt, die im 15. Jahrhundert erneuert wurde. 1739 wurde Täbingen eigene Gemeinde, und die baufällige Kapelle wurde zu klein. Die heutige Kirche wurde 1834/1835 nach Entwürfen von Bauinspektor Carl Christian Nieffer unter Beibehaltung des alten Turms errichtet, 1904 und 1967 renoviert und 1984 zum 150-jährigen Bestehen nach dem Arzt und Wanderprediger Hans Maurer, genannt Karsthans, benannt, durch den Täbingen sich der Reformation anschloss.
Den Namen Karsthans-Kirche erhielt die Kirche 1984 zum 150-jährigen Bestehen; er erinnert an Hans Maurer, genannt Karsthans, einen Arzt und Wanderprediger, durch den Täbingen sich der Reformation anschloss. Die Kirche dient der evangelischen Kirchengemeinde Täbingen, Dautmergen und Zimmern unter der Burg; die 1835 von Anton Braun aus Spaichingen gebaute Orgel heißt „Tausendgüldenorgel“.
Die Kirche steht in Täbingen, nicht in Rosenfeld; das Pfarrhaus Oberland 9 ist ein separates Fachwerkgebäude von 1712. Der Eingang liegt im Osten, Altar und Sakristei im Westen. Ein Fußweg, das Kirchengässle, führt an der ummauerten Friedhofsmauer entlang zur Kirche. Im Erdgeschoss des Turms, dem einstigen Chor der Blasiuskapelle, befindet sich eine Gedenkstätte mit Mosaik von 1963.
Der Turm diente einst als Wehr- und Wachtturm sowie als Asylstätte für das Dorf, und sein Erdgeschoss war der Chor der mittelalterlichen Blasiuskapelle; der frühere Chorbogen ist an der Westseite des Turms noch angedeutet. Seit 1963 birgt das renovierte Turminnere eine Gedenkstätte für Gefallene, ein Mosaik von Wilhelm Pfeifer aus Tübingen, das die Frauen am leeren Grab nach der Auferstehung Jesu Christi darstellt und vom Täbinger Fliesenlegermeister Hermann Huonker ausgeführt wurde.
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