Villa Stephanus, Architekturdenkmal in Linden-Limmer, Deutschland.
Die Villa Stephanus ist eine Villa an der Gartenallee in Hannover-Linden, die 1900/1901 für den Ziegeleibesitzer Richard Stephanus errichtet wurde. Ihr Dachgeschoss mit Türmen, Erkern und Giebeln wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und durch ein Flachdach ersetzt. Ab 2018 wurde das Gebäude mit nach altem Muster gebrannten Ziegelsteinen um zwei Etagen aufgestockt und erhielt ein nach historischen Vorlagen konstruiertes Schieferdach.
Die Villa Stephanus wurde 1900/1901 für den Ziegeleibesitzer Richard Stephanus errichtet, benachbart zur älteren Villa Stephanus von Hermann Stephanus. In der Finanzkrise der 1930er Jahre verpfändete Richard Stephanus das Haus; danach übernahm es die hannoversche SA, später nutzte es Gauleiter Lauterbacher. 1945 übernahm die britische Militärverwaltung das Gebäude, danach die Stadt Hannover, und das 9. Polizeirevier zog ein. 1983 kaufte die Unternehmensgruppe Grojnowski die Villa und sanierte sie; nach dem Auszug der Polizei 2011 wurde der Altbau ab 2018 weitgehend entkernt, um zwei Etagen in altem Muster gebrannten Ziegeln aufgestockt und mit einem Schieferdach versehen, bis Frühjahr 2021 als Eigentumswohnungen.
Das Gebäude steht als Teil einer bedeutenden Wohnbauten-Gruppe und zeigt typische Merkmale der deutschen Architektur des 19. Jahrhunderts. Die Fassade und der Grundriss ermöglichen einen Blick auf die damalige Bauweise und Lebensweise wohlhabender Familien.
Die Villa steht an der Gartenallee in Hannover-Linden, rückseitig neben der älteren Villa Stephanus. Seit Frühjahr 2021 ist sie ein Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen, das Innere ist privat; von der Straße sind das rekonstruierte Schieferdach und die aufgestockten Ziegelei-Etagen zu sehen. Das erhaltene Treppenhaus und der 4,30 Meter hohe Raum mit Holzdecke sind nicht zugänglich.
Der Aufstockung von 2018 dienten nach altem Muster gebrannte Ziegel und ein nach historischen Vorlagen konstruiertes Schieferdach, das das flache Nachkriegsdach ersetzte. Der Denkmalschutz von 2012 gründet auf städtebaulichen und geschichtlichen Gründen; die Einfriedungsreste an der Gartenallee sind als eigenes Baudenkmal Nr. 41302949 verzeichnet.
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