Dorfkirche Dreilützow, Mittelalterliche Kirche in Dreilützow, Deutschland.
Die Dorfkirche Dreilützow ist eine spätgotische Saalkirche mit zwei Jochen, errichtet aus Feldsteinmauerwerk, mit backsteingefassten Fenstern, Portalen und einem mit Blenden geschmückten Giebel. Vor der Westseite steht ein quadratischer Holzturm mit waagerechter Bretterverkleidung, flachem Pyramidendach, Kreuz und Kugel als Abschluss; an seinem Fuß sitzt ein kleiner Vorbau. Das Schiff trägt ein steiles Ziegeldach, Backsteinbänder ziehen sich über die Feldsteinwände.
Die Kirche wurde vermutlich zu Anfang des 15. Jahrhunderts als rechteckige Saalkirche aus Feldsteinmauerwerk von zwei Jochen erbaut; Fenster, Portale und der blendengeschmückte Giebel sind in Backstein ausgeführt, ebenso das Hauptgesims aus dem 18. Jahrhundert. Der hölzerne Westturm, vermutlich ebenfalls im 18. Jahrhundert erbaut, wurde nach einem Blitzschlag 1973 teilweise abgetragen und erneuert.
Die Kirche gehört zur Kirchengemeinde Boizenburg-Wittenburg in der Propstei Parchim der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Ihr hölzerner Kanzelaltar von 1732 wurde von der Rückwand getrennt und separat aufgestellt; der Kanzelkorb steht unter einem Segmentgiebel über korinthischen Säulen.
Der Ort ist am einfachsten während der regelmäßigen Gottesdienstzeiten zu besuchen, wenn die Kirche für die Gemeinde offen ist. Besucher sollten respektvoll bleiben, da es sich um einen aktiven Ort des Gottesdienstes handelt, und können von außen die Architektur und den Turm bewundern.
Die Orgel war eine Stiftung Heinrich Georg Dörings, der sie nach dem Tod von sechs seiner Kinder bauen ließ. Um 1708 entstanden, vermutlich von Johann Heinrich Gloger und seinem Bruder Christoph, diente sie als Chororgel in St. Lamberti zu Lüneburg, kam 1801 nach Camin und 1853 beim dortigen Kirchenneubau nach Dreilützow. 2004 restaurierte Jehmlich sie und rekonstruierte drei Register.
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