Burg Harste, Mittelalterliche Burgruine in Bovenden, Deutschland.
Burg Harste ist eine abgegangene mittelalterliche Burganlage in Bovenden, Niedersachsen. Ihre Lage wird wahrscheinlich unter dem Ostflügel der späteren Domäne vermutet; von der Burg selbst sind keine Reste erhalten. Das heutige Amtshaus von 1727 ist ein schlichter dreistöckiger Steinbau mit Walmdach; der Wassergraben wurde damals wahrscheinlich verfüllt.
Die Burg Harste entstand wahrscheinlich nach der Mitte des 13. Jahrhunderts, als die Welfen ihre Position gegen das Bistum Hildesheim ausbauten. Erstmals urkundlich erwähnt wird sie 1294, als Herzog Albrecht II. sich mit Göttingen wegen ihrer Zerstörung aussöhnte. 1294 erneut zerstört und 1308 wieder aufgebaut, diente sie als Nebenresidenz des Fürstentums Göttingen; 1367 starb hier Herzog Ernst. Zwischen 1568 und 1575 wurde das Hauptgebäude durch ein Amtshaus ersetzt, das 1727 abbrannte und durch das heutige ersetzt wurde.
Der Graben um die frühere Burg wurde vermutlich beim Bau des heutigen Amtshauses nach dem Brand von 1727 verfüllt; ein Wassergraben ist nicht erhalten. Der Name Harste bezeichnet den Ortsteil von Bovenden, nicht die Burg selbst. Das Gebäude diente bis 1968 als Staatsdomäne und gehört heute einem Unternehmen.
Das Amtshaus von 1727 steht im Westen Harstes an der Stelle des früheren Ostflügels der Burg; der Wassergraben wurde damals verfüllt, Wasseranlagen sind nicht erhalten. Das Gebäude gehört heute einer Firma und ist nicht von innen zugänglich, sondern nur von außen zu betrachten. Auffällig ist der dreistöckige Steinbau mit Walmdach.
Der Ort stand an einer Mautstation an der Kreuzung alter Handelswege zwischen Hildesheim und Göttingen. Diese Lage machte ihn zu einem Kontrollpunkt für den mittelalterlichen Handel in der Region.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.099 Mitwirkenden weltweit.