Rathenower Verblendsteinwerk C. G. Matthes & Sohn, Ziegelfabrik in Rathenow, Deutschland.
Das Rathenower Verblendsteinwerk C. G. Matthes & Sohn ist eine Ziegelfabrik in Rathenow mit Verwaltungsgebäuden, Wohnquartieren, Sozialeinrichtungen und einem Torhaus. Die gesamte Anlage wurde mit charakteristischen roten Ziegeln und Giebeldächern errichtet.
Die Fabrik wurde 1865 gegründet und erhielt ihren Namen, als Carl Gustav Matthes das Unternehmen übernahm und die Siedlung Carlsheim benannte. Unter seiner Leitung wurde sie zu einer bedeutenden Ziegelfabrik der Region.
Die Fabrikarchive enthalten detaillierte Aufzeichnungen über Ziegelmarkierungen und Katalognummern, die Produktionsmethoden der Industriezeit dokumentieren.
Der Fabrikbetrieb produzierte verschiedene Arten von Ziegeln wie Mauerwerk, Terrakottaelemente und glasierte Steine für große Bauprojekte in Berlin und anderen norddeutschen Städten. Die Anlagen sind heute als historisches Baudenkmal erhalten und können von außen besichtigt werden.
Die Grabstätte der Familie Matthes auf dem Rathenower Friedhof ist mit Verblendsteinen aus der eigenen Fabrik verkleidet und zeigt die handwerkliche Qualität ihrer Produktion. Dies war eine übliche Praxis für wohlhabende Fabrikanten, ihre eigene Arbeit als persönliches Monument zu nutzen.
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