Fort Goede Hoop, Niederländisches Kolonialfort in Senya Beraku, Ghana
Fort Goede Hoop ist ein niederländisches Kolonialbauwerk in Senya Beraku mit vier Bastionen und rechteckiger Grundform. Die Struktur umfasst Unterkunftsräume für Offiziere, Lagerstätten für Waren und eine Landungsstation am Strand.
Die Niederländer legten in den 1660er Jahren einen Posten in Senya Beraku an und gaben ihn auf, nachdem die Briten in Winneba ein Fort errichtet hatten. 1704 erhielten sie von der Königin von Agona die Erlaubnis, ein Fort für den Goldhandel mit Akim zu bauen; das dreieckige Fort de Goede Hoop wurde ab 1715 zu einem rechteckigen Fort mit vier Bastionen und einem Sklavengefängnis in der Südwestbastion umgebaut. 1782 nahmen die Briten es ein, 1868 wurde es ihnen abgetreten.
Der Name Goede Hoop bedeutet „Gute Hoffnung“ und wurde ein Jahr nach dem Bau der dreieckigen Festung um 1702 vergeben. Die Niederländer hofften auf Gewinn aus dem Goldhandel mit Akim, doch diese Hoffnung erfüllte sich kaum; profitabel wurde später der Sklavenhandel. Heute dient das Fort als Gästehaus und Touristenziel.
Der Ort ist das ganze Jahr über zugänglich, und Führungen helfen Besuchern, die Bastionen, Mauern und ehemaligen Lagerbereiche zu verstehen. Gute Schuhwerk ist empfehlenswert, da die Strukturen direkt am Strand liegen und der Untergrund uneben sein kann.
Im Südwestbastion lag ein eigenes Sklavengefängnis, das beim Ausbau 1715 entstand; unter den Räumen sind getrennte Gefängnisse für Männer und Frauen verzeichnet. Die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete äußere Mauer ist fast vollständig verschwunden, sodass der heutige Grundriss die Festung ohne ihre letzte Verteidigungslinie zeigt.
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