Myli-Schlucht, Historisches Dorf in Rethymno, Griechenland.
Myli ist ein Dorf in zwei Teilen in der Gemeinde Rethymno, das in einer Höhe von etwa 270 Metern liegt und rund 39 Bewohner hat. Der Ort wird durch einen markierten Weg erschlossen, der an steinernen Kanälen, restaurierten Mühlen und der Kirche der Heiligen Paraskevi vorbeiführt.
Die erste dokumentierte Wassermühle in Myli wird in einer Notariatsnotiz vom 31. Mai 1643 erwähnt, was den Beginn der aufgezeichneten Industrietätigkeit markiert. Das natürliche Wassersystem trieb eine große Anzahl von Mühlen an, die ein ausgedehntes Netzwerk für die Getreidevernarbeitung vor der Industrialisierung bildeten.
Das Dorf ist Heimat mehrerer byzantinischer Kirchen, darunter Sankt Johannes, die in Felsen gebaut wurde, sowie Sankt Antonius, Heiliges Kreuz und Sankt Nikolaus. Diese Gotteshäuser prägen bis heute das Ortsbild und sind Zeugnis der religiösen Tradition der Gegend.
Am besten besucht man das Dorf zu Fuß, da der markierte Pfad durch die engen Räume leicht zu folgen ist und den Blick auf die Architektur und die Wasserwege erlaubt. Das Gelände ist hügelig, daher sollte man mit angemessenem Schuhwerk und ausreichend Zeit zum Erkunden rechnen.
Die Bewohner nutzen noch heute die alten Wasserwege, die früher die Mühlen antrieben, auch wenn diese Wege nicht mehr für Getreidevernarbeitung dienen. Dieses Gefühl für die historische Wasserkraft lässt sich beim Spaziergang durch das Dorf noch heute spüren.
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