Karpathos, Griechische Insel in der Dodekanes, Griechenland
Karpathos ist eine Insel im Dodekanes zwischen Rhodos und Kreta, deren zerklüftete Westküste steil zum Meer abfällt, während die Ostseite sanftere Hänge und mehrere Sandstrände aufweist. Die nördliche Hälfte wird von einer Bergkette dominiert, die über 1200 Meter hoch aufsteigt, während der Süden offener und leichter zugänglich ist.
Die Insel wechselte 1306 unter venezianische Herrschaft, bevor sie 1540 an das Osmanische Reich fiel und später Teil des italienischen Dodekanes wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg trat sie 1948 zusammen mit den anderen Inseln der Inselgruppe dem griechischen Staat bei.
Das Bergdorf Olympos bewahrt bis heute eine traditionelle Lebensweise, in der Frauen bei Festtagen handgewebte Trachten tragen und Häuser mit farbenfrohen Mustern geschmückt sind. In einigen Familien hört man noch Lieder und Verse, die über Generationen mündlich weitergegeben wurden und von der Arbeit auf den Feldern oder dem Leben am Meer erzählen.
Ein kleiner Flughafen im Süden verbindet die Insel das ganze Jahr über mit Athen und Rhodos, während Fähren regelmäßig vom Festland und den Nachbarinseln anlegen. Wer den Norden und die abgelegenen Bergdörfer besuchen möchte, sollte auf kurvige Straßen und längere Fahrzeiten vorbereitet sein.
In einigen Dörfern des Nordens verwenden ältere Bewohner bis heute Wörter dorischen Ursprungs, die anderswo im modernen Griechenland nicht mehr zu hören sind. Diese Sprachreste mischen sich mit italienischen Ausdrücken, die aus der Zeit der italienischen Herrschaft im 20. Jahrhundert stammen.
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