Melissani, Unterirdische Seehöhle in Karavomylos, Griechenland
Die Höhle beherbergt einen unterirdischen See von etwa 40 Metern Breite und 36 Metern Länge, der von türkisblauem Wasser gefüllt ist. Ein großes kreisrundes Loch in der Kalksteindecke lässt natürliches Licht herein, das auf der Wasseroberfläche glitzert und die feuchten Felswände beleuchtet.
Ein Hirte fand den Eingang im Jahr 1951, nachdem ein Teil der Decke eingestürzt war und den See ans Tageslicht brachte. Archäologen gruben später Tonlampen und kleine Figuren aus, die zeigen, dass Menschen in der Antike hier Rituale abhielten.
Der griechischen Mythologie zufolge ertrank hier die Nymphe Melissani aus unerwiderter Liebe zu Pan, dem Hirtengott. Einheimische Besucher werfen noch heute kleine Gegenstände ins Wasser und sehen die Höhle als Ort der Erinnerung an die alten Erzählungen.
Besucher steigen in kleine Ruderboote, die von Führern über das Wasser gesteuert werden, um die gesamte Höhle zu sehen. Das Licht ist zwischen Mai und September am schönsten, wenn die Sonne mittags fast senkrecht durch die Deckenöffnung scheint.
Das Seewasser ist eine Mischung aus Salz- und Süßwasser, weil es durch unterirdische Kanäle mit dem Meer verbunden ist. Forscher brauchten Jahre, um herauszufinden, dass das Wasser bei Katavothres ins Erdinnere fließt und hier wieder austritt.
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