Nichoria, Archäologische Stätte in Petalidi, Griechenland.
Nichoria ist eine archäologische Stätte auf einem Bergrücken bei Rizomylos am Nordwestrand des Messenischen Golfs. Die Ausgrabungen der University of Minnesota von 1968 bis 1975 legten eine mykenische Siedlung mit einem Megaron im Pylos-Stil sowie ein submykenisches Apsidenmegaron von 13,6 m Länge und 8 m Breite frei, eines der größten der sogenannten Dunklen Jahrhunderte Griechenlands.
Nichoria war eine mykenische Siedlung, die in LHIIIA:2 etwa 5 Hektar erreichte und Pylos untergeordnet war; in Linear-B-Tafeln erscheint sie als TI-MI-TO A-KO. Sie wurde zusammen mit dem Palast von Pylos zerstört und dann für etwa ein Jahrhundert aufgegeben, bevor sie im zweiten Viertel des 11. Jahrhunderts v. Chr. erneut besiedelt wurde. Um 750 v. Chr. wurde sie niedergebrannt und aufgegeben.
Die Linear-B-Tafeln von Pylos nennen den Ort TI-MI-TO A-KO, auf zehn Tafeln zu Bronzehandwerk, Steuern, Küstenverteidigung, Vieh und Flachs. Der Name könnte vom Terpentinbaum stammen, dessen duftendes Harz hier gesammelt wurde. Der Ahnenkult lebte weiter: Das Kuppelgrab wurde in spätklassischer und hellenistischer Zeit erneut genutzt.
Die Stätte liegt auf einem Höhenrücken bei Rizomylos, oberhalb des Dorfes Karpofora, am Nordwestrand des Messenischen Golfs. Die Grabungen der University of Minnesota fanden von 1968 bis 1975 statt; die sichtbaren Reste stammen aus diesen Schnitten auf der Akropolis, am Tholosgrab und in der Nekropole.
Alte Tontafeln aus Pylos erwähnen diesen Ort unter einem anderen Namen und dokumentieren seine Rolle in der damaligen Verwaltung. Diese Schriftzeugnisse verbinden die Ausgrabungsfunde direkt mit den schriftlichen Aufzeichnungen der antiken Welt.
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