Karfi, Archäologische Stätte in den Dikti-Bergen, Griechenland
Karfi ist eine Ausgrabungsstätte auf Kreta, die auf einem Felsgipfel in etwa 1100 Metern Höhe am östlichen Rand des Ida-Gebirges liegt. Sichtbare Überreste umfassen Steinfundamente von Häusern, gepflasterte Wege und Reste antiker Wasseranlagen.
Die Siedlung entstand nach dem Zusammenbruch der minoischen Palastzivilisation um 1200 v. Chr., als Bewohner in das Hochgebirge flohen, um sich vor den ankommenden dorischen Völkern zu schützen. Sie blieb bis etwa 725 v. Chr. bewohnt, bevor die Gemeinschaft die unwirtliche Höhe schließlich aufgab.
Die Tonfiguren aus der Stätte, die Göttinnen mit erhobenen Armen zeigen, gehören heute zu den bekanntesten Objekten im Archäologischen Museum von Heraklion. Wer sie dort betrachtet, bekommt einen direkten Eindruck davon, wie die Menschen an diesem abgelegenen Ort ihre Götter verehrten.
Die Stätte ist von Kera oder Lagavolia aus über einen Feldweg erreichbar, der auch Teil des europäischen Fernwanderwegs E4 ist. Das Gelände ist steil und ungeschützt, daher sind festes Schuhwerk und ausreichend Wasser unbedingt notwendig.
Der Name Karfi bedeutet auf Griechisch so viel wie "Nagel" und bezieht sich auf die Form des spitzen Kalksteingipfels, auf dem die Siedlung stand. Der antike Name, den die Bewohner selbst für ihren Ort verwendeten, ist bis heute nicht bekannt.
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