Rhamnous, Archäologische Stätte in Attika, Griechenland
Rhamnous ist eine antike griechische Siedlung an der Nordostküste von Attika mit Tempelruinen, Wohnbauten und einer befestigten Anlage auf einem Hügel über dem Meer. Die Überreste verteilen sich über zwei Ebenen, wobei der obere Teil die heiligen Bezirke und der untere Teil die militärische Zone mit Wehrtürmen umfasst.
Die Besiedlung begann im 6. Jahrhundert vor Christus als kleiner Demos und gewann an Bedeutung während der Bedrohungen durch die Perser, als hier eine Garnison zum Schutz der Meerenge von Euböa errichtet wurde. Nach den klassischen Kriegen entwickelte sich der Ort zu einem religiösen Zentrum mit Ausbau der Heiligtümer bis ins 4. Jahrhundert vor Christus.
Der Nemesis-Tempel in Rhamnous stellt das wichtigste Heiligtum der Vergeltungsgöttin im antiken Griechenland dar.
Der Zugang erfolgt über einen befestigten Weg von einem kleinen Parkplatz unterhalb der Ruinen, wobei festes Schuhwerk wegen der unebenen Wege zwischen den Ruinenfeldern empfehlenswert ist. Ein Rundgang durch beide Ebenen dauert etwa eine Stunde und bietet Ausblicke auf die Meerenge und die nahen Berge.
Die Statue der Nemesis, die einst im kleineren Tempel stand, wurde der Überlieferung nach aus einem Marmorblock gefertigt, den die Perser für ein Siegesdenkmal mitgebracht hatten. Heute befinden sich Fragmente des Kopfes und anderer Teile im Archäologischen Nationalmuseum von Athen, wo Besucher die feine Arbeit des Bildhauers Agorakritos erkennen können.
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