Kameiros, Antike griechische Ausgrabungsstätte in Kalavarda, Griechenland
Kameiros ist eine antike griechische Stadt auf Rhodos, die auf einer Anhöhe an der Westküste der Insel liegt und deren Ruinen sich über drei Ebenen erstrecken: eine Akropolis mit Tempeln oben, Wohnviertel in der Mitte und ein unteres Areal mit Markt und öffentlichen Bauten. Straßen, Hausgrundrisse und ein ausgeklügeltes Wassernetz aus hellenistischer Zeit sind noch deutlich zu erkennen.
Die Siedlung geht auf eine mykenische Gemeinschaft zurück und entwickelte sich später zu einer dorischen Stadt, die ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. bedeutend wuchs. Den Höhepunkt ihrer Entwicklung erlebte sie in der hellenistischen Zeit, bevor sie durch Erdbeben und den Aufstieg der Stadtgründung von Rhodos im Jahr 408 v. Chr. an Bedeutung verlor.
Die religiösen Bauten der Stadt zeigen, wie eng das Gemeinschaftsleben mit dem Götterkult verbunden war, da Heiligtümer an zentralen Stellen der Siedlung errichtet wurden. Wer durch die Ruinen geht, bemerkt, dass Tempel und Wohnhäuser nah beieinander lagen, was auf eine enge Verbindung zwischen Alltag und Gottesdienst hinweist.
Die Stätte liegt an der Westküste von Rhodos und ist am frühen Morgen zu besuchen, wenn die Sonne noch tief steht und weniger Menschen unterwegs sind. Da die drei Ebenen über unebenes Gelände und antike Steinstufen erschlossen werden, empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Die Stätte war Jahrhunderte lang unter Erde und Vegetation verborgen und wurde erst im 19. Jahrhundert von Archäologen freigelegt, weshalb sie heute weniger bekannt ist als das nahe gelegene Lindos. Dieser Umstand macht sie zu einer der am besten erhaltenen antiken Stadtstrukturen Griechenlands, da sie nie überbaut wurde.
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