Ekatontapyliani, Byzantinische Kirche in Parikia, Griechenland.
Die Panagia Ekatontapiliani ist ein byzantinischer Kirchenkomplex in Parikia auf Paros, errichtet aus hellbeigen und grauen Steinblöcken. Höchster Teil ist eine zentrale Kuppel mit rotem Terrakottadach und einem kleinen Steinkreuz; seitlich schließen niedrigere Abschnitte mit roten Ziegeldächern an. Die Fassade besitzt ein zweigeschossiges dreilappiges Portal mit drei eingetieften Bögen, und im Hof stehen Säulen und Marmorteile eines früheren Reinigungsbrunnens.
Die Kirche wurde 326 nach Christus gegründet, als Sankt Helena während ihrer Pilgerfahrt ins Heilige Land die Insel besuchte. Unter Kaiser Justinian im 6. Jahrhundert erhielt das Gebäude umfangreiche Umbauten, die seine heutige Form bestimmten.
Der Name Ekatontapiliani bedeutet „Kirche mit hundert Toren“, doch gezählt werden nur 99; der Überlieferung nach erscheint das hundertste, wenn die Hagia Sophia in Konstantinopel wieder orthodox wird. Im Komplex liegt auch das Grab der Osia Theoktiste, einer Eremitin des 9. Jahrhunderts, die in der Kirche lebte und starb.
Man betritt die Anlage durch ein großes zentrales Eisentor, das in einen Vorhof führt; von dort blickt man auf die zweigeschossige, dreilappige Fassade der Hauptkirche. Der Komplex liegt im unteren Teil von Parikia nahe dem Hafen und ist vom Fähranleger zu Fuß erreichbar. Mehrere Kapellen und das Baptisterium stehen getrennt vom Hauptschiff, daher sollte man Zeit für den Weg zwischen ihnen einplanen.
Der Name Ekatontapiliani bedeutet „Kirche der hundert Tore“, doch gezählt werden nur 99; der Überlieferung nach bleibt das hundertste verborgen, bis die Hagia Sophia in Konstantinopel wieder orthodox genutzt wird. Der Beiname erinnert an das „hunderttorige Theben“, das Aischylos besang und Homer nannte.
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