Lerna, Archäologische Stätte in Myloi, Griechenland
Lerna ist eine archäologische Ausgrabungsstätte in Myloi innerhalb der Gemeinde Argos-Mykines in Griechenland, wo Fundamente von Gebäuden, Keramikreste und Artefakte aus verschiedenen Siedlungsschichten über mehrere Jahrtausende hinweg freigelegt wurden. Die Überreste erstrecken sich über ein weitläufiges Gelände nahe der heutigen Küstenebene und umfassen Mauern, Türme und die Grundrisse eines großen Verwaltungsbaus aus der frühen Bronzezeit.
Die Siedlung entstand in der Jungsteinzeit und erreichte ihren Höhepunkt in der frühen Bronzezeit, als die Bewohner befestigte Mauern und ein großes öffentliches Gebäude errichteten. Nach einer Zerstörung um 2200 vor Christus wurde das Gelände neu besiedelt und blieb bis in die mykenische Zeit bewohnt, wobei spätere Generationen das monumentale Bauwerk mit einem Erdhügel bedeckten.
Der Ursprung des Namens verweist auf die sumpfige Gegend, die einst große Teile der Küstenebene bedeckte und in griechischen Mythen als Schauplatz einer der Arbeiten des Herakles beschrieben wird. Heute erkennen Besucher noch die Grundmauern des mehrstöckigen Verwaltungsgebäudes, dessen Tonsiegel auf eine organisierte Vorratshaltung hinweisen und zeigen, wie Menschen hier vor Jahrtausenden ihre Gemeinschaft verwalteten.
Die Ausgrabungsstätte liegt etwa dreißig Meter über dem Meeresspiegel und ist über die Straßen der Gemeinde Argos-Mykines in der Nähe des Dorfes Myloi zu erreichen. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände uneben ist und stellenweise lose Steine den Boden bedecken.
Über hundertfünfzig Tonsiegel mit etwa sechzig verschiedenen Stempelabdrücken wurden hier gefunden, was auf eine frühe Form von Buchhaltung und Verwaltung in der Bronzezeit hinweist. Die Siegel dienten vermutlich dazu, Vorratsbehälter zu markieren und zu kontrollieren, was für diese Zeit eine bemerkenswerte organisatorische Leistung darstellt.
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