Hexamilion, Byzantinische Verteidigungsmauer am Isthmus von Korinth, Griechenland
Die Hexamilion-Mauer ist eine byzantinische Befestigungsanlage, die sich über etwa 7 Kilometer Land zwischen dem Golf von Korinth und dem Saronischen Golf erstreckt und mit etwa 153 Türmen versehen ist. Die Mauer folgt der natürlichen Topographie des Isthmus und bildet eine durchgehende Verteidigungslinie mit gleichmäßig verteilten Bastionen.
Die Mauer wurde zwischen 408 und 450 n. Chr. unter Kaiser Theodosius II. als Schutzmaßnahme gegen Eindringungen von Norden errichtet. Sie markiert eine Reaktion der spätrömisch-byzantinischen Welt auf wachsende Sicherheitsbedrohungen in dieser strategischen Region.
Die Mauer zeigt, wie Verteidigungsbau und Wiederverwendung zusammenhingen: Steine aus zerstörten Heiligtümern und älteren Bauwerken wurden in die Konstruktion eingearbeitet. Diese Praxis spiegelt wider, wie die Bevölkerung damals mit ihrer eigenen Geschichte umging und Ressourcen nutzte.
Die archäologische Stätte ist über die alte Nationalstraße in Richtung Korinth erreichbar, etwa zwei Kilometer nach dem Eingang zum Istmus. Besucher sollten mit offenen Wegen und teilweise erhaltenen Mauersegmenten rechnen, die Wanderungen über die Landschaft ermöglichen.
Die Garnison von Isthmia wurde während des 5. Jahrhunderts von mehreren hundert Soldaten bemannt, die nicht nur den Wall bewachten, sondern auch in der Region tätig waren. Diese Präsenz ermöglichte es der lokalen Bevölkerung, Landwirtschaft zu betreiben und Handel zu treiben, ohne ständig Überfälle zu befürchten.
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