Vilia, Dorf in Griechenland
Vilia ist ein Dorf in der Mandra-Eidyllia-Gemeinde in Westattika, Griechenland, das etwa 56 Kilometer nordwestlich von Athen liegt. Das Dorf erstreckt sich an den südlichen Hängen des Berges Zithaeron auf einer Höhe von etwa 500 bis 600 Metern und hat eine amphitheaterartige Form mit kleinen Häusern, verstreuten Kirchen und einem zentralen Platz, wo sich Einwohner und Besucher versammeln.
Vilia wurde um 1230 gegründet, als Menschen in die Berge zogen, um Piratenangriffen an der Küste zu entgehen, und während des 14. und 15. Jahrhunderts ließ sich die Bevölkerung albanischer Herkunft hier nieder. Das Dorf spielte eine aktive Rolle in der griechischen Revolution von 1821, und viele Bewohner beteiligten sich an Kämpfen gegen die Osmanen, woraufhin das Dorf später in diesem Jahr niedergebrannt wurde.
Die Arvaniten, eine Bevölkerungsgruppe mit Wurzeln auf dem Balkan, haben sich hier im 14. Jahrhundert niedergelassen und ihre eigene Sprache und Traditionen mitgebracht. Bis heute sind lokale Wörter und Ortsnamen in ihrer Sprache Arvanitisch geprägt, wie der Name der Quelle Goura, was Quelle bedeutet.
Das Dorf ist leicht mit dem Auto zu erreichen, etwa 40 Kilometer südöstlich von Athen, und bietet einen ruhigen Rückzugsort für Besucher, die der belebten Stadt entfliehen möchten. Im Winter kann es zu Schneefall und Straßensperrungen kommen, daher ist es ratsam, die Wetterbedingungen zu überprüfen, bevor man dort hinreist.
Die Kirche der Verklärung Christi wurde von Ernst Ziller entworfen, einem bekannten Architekten, dessen Design westliche Architekturelemente in dieses bergige Dorf brachte. Im Winter kann der Schneefall die Landschaft in ein verschneites Alpendorf verwandeln, und historischen Berichten zufolge besuchten Mitglieder der königlichen Familie die Gegend wegen ihrer winterlichen Schönheit.
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