Aphaiatempel, Antiker griechischer Tempel in Ägina, Griechenland.
Aphaea ist ein griechischer Tempel auf einem bewaldeten Hügel in der Gemeinde Ägina auf der gleichnamigen Insel im Saronischen Golf. Die Ruine besteht aus lokalem Kalkstein und zeigt heute noch die Reste von Säulenreihen, die den rechteckigen Grundriss umgeben und auf eine einst geschlossene Baustruktur hinweisen.
Die Anlage entstand in der spätarchaischen Epoche und ersetzte ein älteres Heiligtum, das durch Feuer zerstört wurde. Der Standort war bereits seit Jahrhunderten vor dem Neubau ein Ort der Verehrung, wie Funde aus früheren Perioden zeigen.
Der Tempel trägt den Namen einer lokalen Gottheit, die später mit Athene und Artemis verbunden wurde und deren Verehrung tief in der Inselgeschichte verwurzelt ist. Besucher können heute nachvollziehen, wie die Anlage einst als religiöses Zentrum diente, das Pilger aus der ganzen Region anzog.
Der Zugang erfolgt über eine asphaltierte Straße, die von der Hafenstadt aus in Richtung Nordosten führt und sich durch Pinienwälder schlängelt. Das Gelände ist größtenteils eben und gut begehbar, bietet aber an heißen Tagen wenig Schatten außerhalb der Baumreihen rund um den Hügel.
Die erhaltenen Skulpturen der Giebelfelder befinden sich heute in der Glyptothek München, während vor Ort Kopien den ursprünglichen Bildschmuck nachempfinden lassen. Das Bauwerk bildet mit den Tempeln der Akropolis und von Kap Sounion ein geografisches Dreieck, das in der Antike symbolische Bedeutung hatte.
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