Kritinia, Burg und Dorf im Nordwesten von Rhodos, Griechenland
Kritinia ist ein kleines Dorf im Nordwesten von Rhodos, das auf einem kiefernbedeckten Hügel liegt und auf das Ägäische Meer hinausblickt. Auf dem höchsten Punkt des Dorfes thronen die Ruinen einer Burg aus dem 15. Jahrhundert mit zwei Türmen auf der Ostseite und teilweise noch stehenden Außenmauern.
Der Bau der Burg begann im Jahr 1472 auf Befehl von Großmeister Giovani Battista Orsini und dauerte rund fünfzig Jahre. Das Gebäude vereint byzantinische und westeuropäische Baustile, und an den Mauern sind noch heute die Wappen von drei verschiedenen Großmeistern zu sehen.
Die Ruinen der Burg beherbergen im Sommer ein mittelalterliches Festival, bei dem Feuerakrobatik, Tänze und eine symbolische Rittererhebung stattfinden. Lokale Frauen bereiten dazu traditionelles Gebäck und Gerichte vor, die die Besucher vor Ort probieren können.
Das Dorf hat nur zwei Hauptstraßen und lässt sich gut zu Fuß erkunden; ein Mietwagen ist jedoch empfehlenswert, um die Burg und die umliegenden Orte in eigenem Tempo zu erreichen. Ein kurzer Fußweg führt von der Dorfmitte zur Burgruine, und der Platz in der Nähe des Folklore-Museums bietet einen guten Ausgangspunkt für den Rundgang.
Im Inneren der Burgmauern befand sich einst eine katholische Kapelle, in der noch Fresken aus dem 16. Jahrhundert erhalten sind. Im frühen 20. Jahrhundert nutzten die Italiener, die die Insel besetzten, die Burg und veränderten Teile davon, was dem Bauwerk eine weitere Schicht Geschichte hinzufügte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.