Catacombs of Milos, Frühchristliche Begräbnisstätte in Milos, Griechenland.
Die Katakomben von Milos sind unterirdische Grabkammern in vulkanischem Gestein mit etwa 3 Galerien, die zusammen rund 180 Meter in die Tiefe gehen und 291 Grabstätten enthalten. Die Struktur folgt einem einfachen Muster mit Durchgängen, die verschiedene Bereiche verbinden, wobei der Presbyterbereich eine besondere Rolle gespielt hat.
Diese unterirdischen Anlagen entstanden zwischen dem 1. und 5. Jahrhundert nach Christus als Begräbnisstätten für frühe Christen in dieser Inselgemeinde. Sie zeigen, wie lokale Gläubige ihre Toten unter der Erde beisetzten, während die Region unter römischer Herrschaft stand.
Die Wände zeigen frühe christliche Symbole wie das Christusmonogramm und Ichthys-Inschriften, die das religiöse Leben der damaligen Gemeinde widerspiegeln. An vielen Grabstätten sind Nischen für Lampen und Opfergaben sichtbar, die zeigen, wie Besucher diese Orte nutzen.
Die Stätten sind nur in bestimmten Bereichen zugänglich, und Besucher müssen sich auf vorgegebene Routen konzentrieren. Das Gehen in diesen alten Gängen erfordert etwas Vorsicht, daher ist angemessenes Schuhwerk wichtig.
Archäologische Funde deuten darauf hin, dass viele der ersten Christen auf Milos aus der lokalen jüdischen Bevölkerung stammten, möglicherweise beeinflusst durch den Besuch von Paulus auf der Insel. Diese Verbindung zwischen jüdischen und christlichen Praktiken macht den Ort besonders bedeutsam für die Religionsgeschichte der Region.
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