Cheimarrou Tower, Hellenistischer Rundturm im Südosten von Naxos, Griechenland
Der Cheimarrou-Turm ist eine kreisförmige Verteidigungsanlage aus Marmor, die auf der Insel Naxos steht. Die Struktur verfügt über einen quadratischen Außenwall, Schießscharten für die Verteidigung und eine Eingangstür auf der Südseite.
Der Turm wurde nach der Datierung heutiger Forscher anhand seiner Bauweise Ende des 4. oder Anfang des 3. Jahrhunderts v. Chr. errichtet. Seine Funktion ist umstritten: Für eine Festung ist er zu klein, meist gilt er als Signalstation (Fryktoria), die mit Feuer oder Rauch Nachrichten an andere Türme auf Naxos und den Nachbarinseln weitergab. Eine erste Beschreibung veröffentlichte der deutsche Archäologe Ludwig Ross, der Naxos Anfang der 1830er-Jahre besuchte.
Der Zweck des Turms ist umstritten: Für eine Festung ist er zu klein, doch die Schießscharten sprechen für Verteidigung, und Bewohner konnten hier vor Piraten Zuflucht suchen. Iakovos Dragatsis und Georgios Dimitrokallis hielten ihn für eine Fryktoria, einen Wachposten, der mit Feuer oder Rauch Nachrichten an andere Türme auf Naxos und den Nachbarinseln weitergab.
Der Turm steht auf einer Anhöhe zwischen zwei Wildbächen, Cheimarros im Osten und Petronia im Westen, etwa auf halbem Weg zwischen Filoti und Kalandos. Der Zugang ist einfach, weil er an der Straße nach Kalandos liegt, rund 14 km von Filoti entfernt. Die einzige Tür befindet sich an der Südseite, und die eingestürzten Geschosse sind nur noch als Balkenlöcher in den Mauern zu erkennen.
Die Stätte wurde direkt über einem Marmorbruch errichtet, dessen Material für die Konstruktion verwendet wurde. Dieser Ort zeigt, wie die Griechen ihre Ressourcen clever nutzten und Baustellen in der Nähe ihrer Steinvorkommen anlegten.
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