Sesklo, Neolithische Siedlung auf dem Kastraki-Hügel bei Volos, Griechenland
Sesklo ist eine archäologische Stätte auf dem Kastraki-Hügel nahe Volos in der Region Thessalien. Das Gelände umfasst Fundamente aus Stein, die einst Wohngebäude trugen, sowie Überreste schmaler Gassen, die zwischen den einzelnen Strukturen verlaufen.
Christos Tsountas begann 1901 mit Ausgrabungen und legte eine der ältesten neolithischen Siedlungen Europas frei, die zwischen 7000 und 4000 vor Christus bewohnt war. Spätere Arbeiten zeigten, dass der Ort über Jahrtausende hinweg besiedelt wurde und dabei mehrere bauliche Veränderungen durchlief.
Der Name Sesklo leitet sich vermutlich von einem älteren thrakischen oder vorgriechischen Wort ab und bezeichnet heute sowohl die Ausgrabungsstätte als auch ein nahegelegenes Dorf. Besucher sehen hier Reste von Lehmziegelmauern und Steinfundamenten, die zeigen, wie Menschen vor Jahrtausenden ihre Häuser nach einfachen geometrischen Mustern anlegten.
Die Stätte ist zu den regulären Öffnungszeiten zugänglich und liegt auf einem Hügel, der bei Hitze wenig Schatten bietet. Wer mehr über die Funde erfahren möchte, kann die Museen in Volos oder Athen besuchen, wo viele Objekte ausgestellt sind.
Werkzeuge aus Obsidian stammen von der Insel Melos und belegen frühe Handelsverbindungen über die Ägäis. Diese schwarzen Vulkanglasscherben zeigen, dass die Bewohner schon damals weite Seewege nutzten, um begehrte Materialien zu beschaffen.
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