Kallion, Archäologische Stätte in der Gemeinde Dorida, Griechenland
Kallion war eine befestigte antike Stadt, deren Mauern sich über etwa zwei Kilometer erstreckten und aus Strukturen des vierten und dritten Jahrhunderts vor Christus stammten. Die Ruinen liegen heute unter dem Wasserspiegel des Stausees Mornos, wobei nur die Akropolis noch sichtbar ist.
Die Stadt wurde 279 vor Christus während eines Überfalls durch keltische Völker weitgehend zerstört und erlitt großen Schaden. Später wurde sie wiederaufgebaut, überstand aber nicht dauerhaft bis zur modernen Zeit.
Die Bewohner von Kallion handelten mit entfernten Königreichen und griechischen Städten, was durch hunderte von Tonplomben belegt wird, die in einem Hausarchiv gefunden wurden. Diese Objekte zeigen, wie wichtig die Stadt für das Netzwerk antiker Handelsverbindungen war.
Besucher können Objekte aus Kallion, darunter Gefäße, Münzen, Mosaiken und Inschriften, in der Archäologischen Sammlung von Lidoriki besichtigen. Der Standort selbst ist schwierig zugänglich, daher ist es am besten, zuerst die Sammlung zu besuchen, um die Geschichte der Stadt zu verstehen.
Die Stadt versank unter Wasser, als in der Neuzeit ein Staudamm gebaut wurde, wodurch ein großer Teil der Ruinen dem Blick entzogen wurde. Nur die befestigte Akropolis ragt noch über den Wasserspiegel des Sees hinaus und bleibt ein sichtbares Zeichen der Vergangenheit.
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