Kastro Monolithou, Burgruine auf Rhodos, Griechenland
Kastro Monolithou ist eine mittelalterliche Burgruine auf einem etwa 236 Meter hohen Felsen, nahe dem kleinen Dorf Monolithos im Südwesten der Insel Rhodos. Der Fels ragt steil aus der Landschaft hervor, und die verbliebenen Mauerreste umgeben einen kleinen Innenhof, der heute noch zugänglich ist.
Die Burg wurde 1476 von den Johannitern erbaut, um die umliegende Küste vor Angriffen zu schützen, und ersetzte dabei eine frühere byzantinische Befestigung und einen antiken Wachturm. Ein Dekret aus dem Jahr 1479 zeigt, dass die Bewohner des nahegelegenen Dorfes Apolakkia angewiesen wurden, sich im Falle eines Angriffs in der Burg in Sicherheit zu bringen.
In der Mitte der Ruinen steht eine kleine, weiß getünchte Kapelle, die dem Heiligen Panteleimon geweiht ist und noch heute genutzt wird. Daneben befinden sich die Reste einer zweiten, kleineren Kapelle sowie alte Zisternen, die einst Regenwasser für die Bewohner sammelten.
Um die Burg zu erreichen, müssen Besucher einen schmalen Pfad mit vielen Stufen hinaufsteigen, der durch Bäume und niedrige Büsche führt. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da der Weg uneben ist und die Stufen rutschig sein können.
An klaren Tagen sind von der Burg aus die Nachbarinseln Chalki und Alimia gut zu erkennen, was zeigt, warum dieser Fels als Ausguck so wertvoll war. Wer früh morgens anreist, hat den Platz meist ganz für sich.
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