Aulis, Archäologische Stätte in der Gemeinde Chalkideon, Griechenland
Aulis ist eine antike Hafenstätte bei Mikro Vathy, nahe Agios Nikolaos in der Gemeinde Chalkideon. Niedrige, verfallene Mauern aus grob geschichteten grauen und braunen Steinen bilden unregelmäßige, verbundene Einfriedungen an einem grasbewachsenen Hang, unterbrochen von Lücken; die Steine sind teils von Gras und nackter Erde bedeckt. Tempelreste sind nicht zu sehen.
Aulis war ein böotischer Hafen an der Euripos-Meerenge gegenüber von Euböa, nahe dem heutigen Mikro Vathy. Es wurde nie eine unabhängige Polis, sondern gehörte 378 v. Chr. zu Theben und später zu Tanagra. 396 v. Chr. wählte der spartanische König Agesilaos II. den Ort als Ausgangspunkt für seinen Asienfeldzug, doch Thebaner vertrieben ihn aus Böotien. Zu Pausanias' Zeit lebten dort nur noch wenige Töpfer, und der Artemis-Tempel stand noch.
Der Ort verdankt seinen Namen laut lokaler Mythologie Aulis, der Tochter des sagenhaften thebanischen Königs Ogygos. Pausanias fand dort noch einen Artemis-Tempel vor, der Agamemnon zugeschrieben wurde, und die wenigen Bewohner waren Töpfer. Dieser Artemis-Bezirk ist der Schauplatz der Iphigenie-Erzählung, die den spartanischen König Agesilaos II. 396 v. Chr. bewog, Aulis als Ausgangspunkt zu wählen.
Die Ruinen liegen an einem grasbewachsenen Hang beim heutigen Mikro Vathy/Ag. Nikolaos, gegenüber von Euböa jenseits der Euripos-Meerenge, etwa 5 km von Chalkis entfernt. Die niedrigen Steinmauern sind ungezäunt und teils überwachsen; achten Sie auf den unebenen Boden. Schatten ist knapp, kommen Sie früh am Tag.
Strabon schreibt, der Hafen von Aulis habe nur fünfzig Schiffe gefasst, weshalb sich die griechische Flotte wohl im größeren Bathys limen in der Nähe sammelte. 396 v. Chr. wählte der spartanische König Agesilaos II. Aulis als Ausgangspunkt für einen Feldzug nach Asien nach dem Vorbild Agamemnons, wurde aber von Thebanern aus Böotien vertrieben.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.120 Mitwirkenden weltweit.