Agia Aikaterini, Orthodoxe Kirche in Plaka, Griechenland.
Agia Aikaterini ist eine byzantinische Kirche des 11. Jahrhunderts am Agia-Aikaterini-Platz in Plaka, errichtet als viersäulige Kreuzkuppelkirche mit Kuppel athenischen Typs. Die Ostseite hat drei Apsiden, die mittlere mit einem dreibogigen Fenster; die Wände verbinden Ziegel mit Zierverband über Bruchstein. Ein Portikus des 19. Jahrhunderts umgibt Nord-, West- und Südseite, und die Kuppel wurde zwischen 1917 und 1927 höher neu aufgebaut.
Die Kirche wurde im zweiten Viertel des 11. Jahrhunderts erbaut und zunächst den heiligen Theodoroi geweiht. Nach ihrer Aufgabe wurde sie 1767 dem Katharinenkloster auf dem Sinai geschenkt und vom Sinaitenmönch Ionas repariert, der sie der heiligen Katharina weihte. Um die Revolution von 1821 beschädigt, wurde sie vor 1850 auf Kosten der Gemeinde wiederhergestellt; 1889 wurde das Metochion an das Erzbistum Athen verkauft.
Die Kirche war ursprünglich den Heiligen Theodor geweiht, wie eine Inschrift an der Altarsäule belegt. 1767 wurde sie ein Metochion des Katharinenklosters auf dem Sinai, dessen Mönche sie der heiligen Katharina neu weihten und die Palmen im Hof pflanzten. Der spätere Ökumenische Patriarch Athenagoras diente hier als Diakon.
Die Kirche steht am Agia-Aikaterini-Platz nahe dem Lysikrates-Denkmal, an dessen Rand zwei römische Säulen erhalten sind. Die Palmen im Vorhof pflanzten die Mönche vom Sinai; dort liegen auch Reste römischer Thermen. Sie ist eine aktive Pfarrkirche, Besuche richten sich daher nach den Gottesdiensten.
Die Kirche war zunächst den Heiligen Theodor Stratelates und Theodor Tiro geweiht; die Weiheinschrift ist auf der Säule erhalten, die als Basis des Altars dient. Der Marmoraltar ruht auf einem Fragment einer antiken Säule, und zwei unterschiedliche Kapitelle der Ostsäulen mit Schilfblattdekor wurden aus frühchristlicher Zeit wiederverwendet.
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