Kathedrale Saint-Pierre in Lisieux, Gotische Kathedrale in Lisieux, Frankreich
Die Kathedrale Saint-Pierre in Lisieux ist ein normannisch-gotischer Bau, dessen Westfassade drei Portale und zwei Türme hat: links mit niedrigem Pyramidendach, rechts mit einer schlanken Spitze aus dem 17. Jahrhundert. Das ab 1160 errichtete Langhaus zeigt schwere Säulen und falsche Emporen; der Chor des 13. Jahrhunderts besitzt ein Triforium und Doppelsäulen. Die 17,20 Meter tiefe Achsenkapelle hat neun große Fenster.
Bischof Arnulf begann den Bau der Kathedrale 1160 und ersetzte damit eine frühere Struktur, die 1136 zerstört worden war. Die Kathedrale wurde zum ersten gotischen Bauwerk dieser Art in der Normandie und prägt die Stadt bis heute.
Die Kirche ist dem heiligen Petrus geweiht und seit der Revolution Pfarrkirche: Das Bistum Lisieux wurde durch das Konkordat von 1801 aufgehoben und Bayeux angegliedert. Pierre Cauchon, Bischof von 1432 bis 1442 und mit dem Prozess gegen Jeanne d'Arc verbunden, ließ die Achsenkapelle errichten, in der er begraben liegt; sie ist 17,20 Meter tief und hat neun große Fenster.
Die Westfassade öffnet sich zum Langhaus, dessen Seitenschiffe zu den ab dem 14. Jahrhundert errichteten zwölf rechteckigen Kapellen führen. Die von Pierre Cauchon gebaute Achsenkapelle, 17,20 Meter tief und mit neun großen Fenstern, schließt den Ostabschluss. Der 1553 neu gebaute Südturm trägt die vom Platz sichtbare Spitze aus dem 17. Jahrhundert.
Hartnäckig hält sich die Behauptung, Heinrich Plantagenet und Eleonore von Aquitanien hätten 1152 hier geheiratet; tatsächlich fand die Hochzeit in der Kathedrale von Poitiers statt. Die Kathedrale besitzt zudem eine im 19. Jahrhundert eingebaute Orgel von Aristide Cavaillé-Coll.
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